Demenz – (k)eine Frage des Alters
Filmtage zum Weltalzheimertag – „Der verlorene Mann“

Die Demenz Netzwerke Rhein-Lahn machen anlässlich des Weltalzheimertages auf die Situation von rund 1,8 Millionen Menschen mit Demenz in Deutschland und ihren Familien aufmerksam. Auch wenn Demenz bisher nicht heilbar ist, können medizinische Hilfe, Beratung, Betreuung und Pflege den Alltag der Betroffenen und ihrer Angehörigen erleichtern.

Viele Menschen glauben, dass ausschließlich sehr alte Menschen an Demenz erkranken. Das stimmt nicht. Zwar sind die meisten Betroffenen älter als 65 Jahre, doch auch jüngere Menschen können erkranken. Demenz betrifft außerdem nicht nur die erkrankten Menschen selbst, sondern ebenso ihre Familien, Freunde, Nachbarn sowie Kolleginnen und Kollegen.

Menschen mit Demenz sind sehr unterschiedlich, und häufig sieht man ihnen die Erkrankung nicht an. Einige leben selbstständig, arbeiten noch oder kümmern sich um ihre Familie. Andere benötigen mehr Unterstützung. Jede Lebenssituation ist anders. Deshalb ist es wichtig, Verständnis zu zeigen, Vorurteile abzubauen und Menschen mit Demenz respektvoll zu begegnen. Eine Demenzerkrankung bedeutet nicht das Ende von Lebensfreude, Gemeinschaft und Teilhabe.

Erste Unterstützung und Beratung bei Fragen rund um das Thema Demenz bieten die Pflegestützpunkte im Rhein-Lahn-Kreis. Sie befinden sich in Diez, Nastätten und Lahnstein.

Zum Weltalzheimertag veranstalten die Demenz Netzwerke Rhein-Lahn Filmtage an drei Orten im Rhein-Lahn-Kreis. Im Kino Lahnstein, im Kreml-Programmkino in Zollhaus und im Kinocenter Nastätten wird der Film „Der verlorene Mann“ gezeigt.

Der Film aus dem Jahr 2026 erzählt von der Künstlerin Hanne, gespielt von Dagmar Manzel, und ihrem Ehemann Bernd, gespielt von August Zirner. Ihre Ehe ist im Laufe der Jahre etwas eingefahren. Eines Tages steht überraschend Kurt vor der Tür. Hannes früherer Ehemann, gespielt von Harald Krassnitzer, kann sich aufgrund einer Demenzerkrankung nicht mehr daran erinnern, dass die beiden seit zwanzig Jahren geschieden sind.

Hanne und Bernd nehmen Kurt vorübergehend bei sich auf. Dadurch kehrt zunächst eine neue Leichtigkeit in ihre Ehe zurück. Während Bernd für Kurt einen Platz in einer Demenz-Wohngemeinschaft organisiert, fühlt sich Hanne zunehmend für ihn verantwortlich.

Bei allen Vorführungen stehen Ansprechpersonen der Demenz Netzwerke Rhein-Lahn für Gespräche zur Verfügung und halten Informationsmaterial bereit.

Die Spieltermine:
15. September 2026, 18 Uhr: Kino Lahnstein – www.kinolahnstein.de
17. September 2026, 18.30 Uhr: Kreml-Programmkino in Zollhaus – kreml-kulturhaus.de/kino
21. September 2026, 17.30 Uhr: Kinocenter Nastätten – kino-center-nastaetten.de

Eintritt: 5 Euro
Information und Reservierung: in den jeweiligen Kinos