Angehörige

Hier finden Sie Adressen und Links für pflegende Angehörige und rund um Selbsthilfeangebote

Gesprächskreise

Im Rhein-Lahn-Kreis werden regional Gesprächskreise für pflegende Angehörige und Betreuungspersonen angeboten.

Zielsetzung:

  • in angenehmer Atmosphäre vom Pflegealltag abzuschalten
  • Erfahrungen auszutauschen
  • Gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie der Pflegealltag erleichtert werden kann
  • Andere Menschen in ähnlicher Situation kennenzulernen
  • Informationen über Hilfsangebote und Beratung durch Fachkräfte in Anspruch zu nehmen.

Online-Gesprächskreis via ZOOM

Wie schwierig es sein kann, jemanden zu pflegen, der einem nah steht, kann niemand so gut verstehen, wie Menschen, die in einer solchen Situation sind.

Der Online-Treff Demenz, eine Kooperation der Initiative 55 +/-, bietet eine Möglichkeit, Erfahrungen, Informationen und Tipps auszutauschen. In einem geschützten Rahmen wird der Treff fachlich von Gabriele Schönweitz (diez@demenz-rhein-lahn.de) und Peggy Reyhe (lahnstein@demenz-rhein-lahn.de), immer am zweiten Mittwoch im Monat von 18:00 bis ca. 19:30 Uhr begleitet. Der Treff ist kostenfrei und auf 12 Teilnehmer beschränkt.

Eine Anmeldung ist erforderlich, um einen Einladungslink zu erhalten.

Die monatlichen Angebote in Diez und Nastätten mussten aufgrund von Corona in der gewohnten Form eingestellt werden. Teilweise werden die Gesprächskreise in Form von Telefonkonferenzen angeboten. Bei Interesse bitte Kontaktaufnahme bei den Regionalen Ansprechpartnern der Demenz-Netzwerke Rhein-Lahn.
Kurse, Schulungen und Vorträge

Demenz verstehen – Kurs für pflegende Angehörige

Fortlaufende Kursangebote (Grundkurs / Aufbaukurs) der Barmer finden derzeit in Zusammenarbeit mit den Ambulanten Diensten am Marienkrankenhaus Nassau und der Diakoniestation Loreley-Nastätten statt. Die jeweiligen Termine finden Sie im Kalender.

Kursleitung: Edith Marra, Heilpraktikerin der Psychotherapie und Trainerin für Demenzschulungen – Tel.: 0173/6395 991
Veranstaltungsorte: Auf Grund der aktuellen Corona-Situation finden die Kurse in Form von Videokonferenzen statt. Nähere Informationen gibt die Kursleitung.

 

 

 

Demenz Partner Basisschulungen

Demenz Partner ist eine Initiative der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V., die aus der weltweiten Aktion Dementia Friends entstanden ist. Ziel ist es, das Bild und die Wahrnehmung von Menschen mit Demenz zu verändern, damit sie gut in unserer Gesellschaft leben können.

Die Demenz-Netzwerke Rhein-Lahn bieten regelmäßig in Kooperation mit der Initiative 55 +/- Basiskurse Demenz als Online-Schulung an. Bei dieser Schulung werden in kompakter Weise neben Informationen zum Krankheitsbild Tipps zum Umgang mit Menschen mit Demenz vermittelt. Menschen mit Demenz brauchen eine sensible Nachbarschaft und Umgebung um möglichst lange zuhause leben zu können. Die Schulung dauert 90 Minuten. Teilnehmen können alle die sich über Demenz informieren möchten. Träger der Initiative ist die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. www.demenz-partner.de. Die Schulungen sind kostenfrei und werden zurzeit über Zoom-Videokonferenzen organisiert. Aktuelle Termine stehen im Veranstaltungskalender.

Zudem bieten wir Vorträge und Schulungen für spezielle Berufsgruppen, wie z.B. Menschen, die im Einzelhandel oder in der Bank tätig sind, an. Bei Interesse nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Selbsthilfe

Selbsthilfegruppen sind freiwillige Zusammenschlüsse von Menschen, die von chronischen / psychischen Erkrankungen, körperlichen / geistigen Beeinträchtigungen, bzw. Behinderungen, Suchterkrankungen, oder sozialen Problemen betroffen sind.

Dabei widmen sich einzelne Gruppen jeweils einem Themenbereich, wie z.B. der Alkoholsucht.

Unter dem Konzept der Hilfe zur Selbsthilfe tauschen sich in den Gruppen Menschen mit gleichen Anliegen aus, berichten von ihren Erfahrungen, beraten sich gegenseitig und planen Gruppenaktivitäten.

Es gibt reine Betroffenen- oder Angehörigengruppen, sowie Gruppen, an denen Betroffene und Angehörige gemeinsam teilnehmen.

 

WeKISS / DER PARITÄTISCHE, die Westerwälder Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe ist die zentrale Anlaufstelle zur Beratung, Unterstützung und Förderung von Selbsthilfegruppen und Selbsthilfeinstitutionen im Sozial- und Gesundheitsbereich. Die WeKISS ist für folgende Städte und Landkreise zuständig: Koblenz, Neuwied, Mayen-Koblenz, Rhein-Lahn-Kreis, Ahrweiler, Westerwaldkreis und Altenkirchen.

Die WeKISS hilft Interessierten unentgeltlich und vertraulich

  • beim Finden einer Selbsthilfegruppe
  • bei der Gründung neuer Gruppen
  • bei der Unterstützung bestehender Gruppen
WeKISS | DER PARITÄTISCHE
PARITÄTISCHES Zentrum
Marktplatz 6
D-56457 Westerburg
Tel.: (0 26 63) 25 40
Fax: (0 26 63) 26 67
info(at)wekiss.de
Urlaub und Rehabilitation

Urlaub und Rehabilitation

Der größte Anteil der Pflegebedürftigen wird durch Familienangehörige versorgt. Pflegende Angehörige sind in der Regel über mehrere Jahre belastet. Urlaub oder Rehamaßnahmen werden von den pflegenden Angehörigen häufig deshalb nicht in Anspruch genommen, weil sie die Pflegesituation nicht auf andere übertragen möchten. Eigene Bedürfnisse werden dabei zurückgestellt.

Doch wer pflegt, braucht Auszeiten um gesund zu bleiben!

Diese Auszeiten können sehr individuell sein. So individuell wie die beteiligten Akteure.

Entlastung / Urlaub

Neben den ambulanten Entlastungsleistungen wie Tagespflege, Betreuungsgruppen oder stundenweise Entlastung zuhause, kann ein gemeinsamer Urlaub eine Möglichkeit sein, sich vom Pflegealltag zu erholen. Dazu gibt es mittlerweile zahlreiche spezialisierte Urlaubsangebote.
Manchmal ist es jedoch sinnvoll, um Abstand von einer belastenden Pflegesituation zu bekommen, alleine Urlaub zu machen und aufzutanken und den Pflegebedürftigen in Kurzzeit- /Verhinderungspflege betreuen zu lassen.

Hilfreiche Adressen finden Sie unter anderem in der Broschüre „Zeit für mich – Urlaub von der Pflege“ der Landeszentrale für Gesundheitsförderung Rheinland-Pfalz e. V.

Kur- und Rehabilitationsmaßnahmen für pflegende Angehörige

Vielen Angehörigen ist nicht bekannt, dass sie einen Anspruch auf Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahmen haben. Dies ist gesetzlich geregelt im Pflegeneuausrichtungsgesetz (PNG) und fortlaufend seit 2019 durch das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz, das die Hürde für die Genehmigung einer stationären Maßnahme deutlich erleichtert.

Kur
Eine Kurmaßnahme dient zur Vorsorge und zum Erhalt der Gesundheit. Mit Vorsorgekuren soll die geschwächte Gesundheit verbessert und die Fähigkeiten gestärkt werden, die häusliche Pflege besser zu bewältigen.

Rehabilitation
Eine Rehabilitationsmaßnahme soll der Wiederherstellung der Gesundheit dienen. Dies trifft insbesondere auf Pflegende zu, die bereits unter starken gesundheitlichen Einschränkungen leiden und in ihrem Alltag körperlich und oder psychisch beeinträchtigt sind.

 

Beantragung von Kur oder Reha
Der erste Ansprechpartner ist der Hausarzt. Aus den vorliegenden Informationen und Beeinträchtigungen die sich im Pflegealltag negativ auf die Gesundheit des Pflegenden auswirken, wird der behandelnde Arzt eine umfassende Begründung für die Erforderlichkeit der Maßnahme erstellen.
Es empfiehlt sich den Antrag bei der eigenen Krankenkasse zu stellen. Falls die Krankenkasse nicht zuständig ist, reicht sie den Antrag an den zuständigen Kostenträger z.B. die Rentenversicherung weiter.
Lassen Sie sich gegebenenfalls nicht durch eine Ablehnung entmutigen. Sie haben in einer Frist von einem Monat die Möglichkeit Widerspruch einzulegen. Hierbei können Sie durch Ihren Arzt, einen Sozialverband oder Beratungsstellen wie zum Beispiel die  Pflegestützpunkte unterstützt werden.

Dauer
In der Regel dauern Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahmen drei Wochen und können meist alle vier Jahre in Anspruch genommen werden.

 

Kur- und Rehamaßnahmen mit oder ohne den pflegebedürftigen Angehörigen
Diese Entscheidung sollte in erster Linie der Pflegende für sich selbst treffen. Es gibt Rehamaßnahmen, wo der Pflegebedürftige und der Pflegende gemeinsam in einer Einrichtung untergebracht sind. Die Therapie- und Betreuungsmaßnamen sind im Tagesablauf getrennt. Andere Rehaeinrichtungen haben mit Pflegeheimen Kooperationsverträge und der Pflegebedürftige wird im gleichen Ort betreut und kann vom Pflegenden besucht werden.
Auch hier kann es wichtig sein, für diesen Zeitraum eine Kurzzeitpflege wohnortnah zu organisieren, dass der Pflegende sich ganz auf die Rehamaßnahme konzentrieren kann.

Adressen und Informationen über die unterschiedlichen Rehakliniken können bei der zuständigen Krankenkasse erfragt werden. Bei der Suche nach einer geeigneten Einrichtungen sind auch die Pflegestützpunkte behilflich.

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